Schweizerisches Architekturmuseum in Basel

 

Wettbewerb:
Konzeption und Realisierung der Ausstellung: »Bau der Gemeinschaft –Das erste Goetheanum in Dokumenten und Bildern« für das Schweizerischen Architekturmuseum in Basel.

Wettbewerb-Eingabe:
Dezember 2011

Projektphase:
Januar 2012 – Mai 2012


Ziel:
Ziel war ein einheitliches Ausstellungskonzept, welches die Ausstellungsthemen unterstützt und stärkt.

Jurybericht:

»Der entwerferische Ansatz spielt mit der Idee der Fragmentierung. Die Verfasser setzen die dem Ausstellungskonzept eigene Spannung zwischen der früheren Präsenz des Ersten Goetheanum und seiner heutigen Nicht-Existenz konsequent um und thematisieren Lücke und Fragmentierung. Die Vorschläge zur thematischen Ausgestaltung der Ausstellungsräume sind differenziert, sie sind zugleich der Gesamtidee untergeordnet. Der Vorschlag, Papier und Holz als Hauptmaterialien zu verwenden, bezieht sich auf die Bedeutung des Materials Holz für den Goetheanumbau und geht spielerisch auf die Fragilität des Papiers ein, welches dennoch eine Überlieferung der Entwürfe bis in die heutige Zeit ermöglichte. Insgesamt ein konkreter Entwurf, der Potenziale zur Weiterentwicklung bietet.«
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SAM Basel Dezember 2011


Der Gemeinschaftsbau – Das erste Goetheanum in Dokumenten und Bildern
Das Schweizer Architekturmuseum erinnert mit der Ausstellung «Der Bau der Gemeinschaft» an das erste Goetheanum in Dornach. Das Gebäude von Rudolf Steiner mit der markanten Doppelkuppel aus Holz wurde ab 1913 errichtet. In der Silvesternacht des Jahres 1922 brannte das Erste Goetheanum in Dornach nieder. Eines der ungewöhnlichsten Bauwerke seiner Zeit wurde damit noch vor seiner Fertigstellung und Einweihung zerstört.

»Formal entzog sich der Bau einer Kategorisierung innerhalb der zeitgenössischen Architektur», so die »Basler Zeitung«. Steiner wollte den Schritt vom «geometrisch-mechanischen Bauen« hin zum »Bauen in organischen Formen« gehen.

Stärker als das spätere Zweite Goetheanum wurde der erste Bau als ein kollektives Vorhaben, als Bau von und für eine Gemeinschaft verstanden. Idealisten aus 17 Ländern kamen nach Dornach, um Steiners Idee umzusetzen.
»Die aufwendig inszenierte Ausstellung präsentiert im Kern etwa 100 historische Fotografien, die heute noch einen anschaulichen Eindruck des hölzernen Doppelkuppelbaus auf dem Hügel über dem damaligen Dorf vermitteln.

 

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